The last Time

  1. September 2025

Salar de Uyuni

Flug nach San Juan, Argentinien, alles o.k.
Vom Flughafen direkt zum Asado. Treffe die meisten Freunde wieder, so als ob es gestern gewesen wäre.

Die Afrika Twin wurde von Miguel bestens gepflegt. Sogar gewaschen! Batterie anklemmen, startet auf den erstenVersuch. Einige Asados später: Nito und Miguel begleiten mich bis Barreal. Die Beiden kehren um, ich nächtige wieder in der Posada San Eduardo. Zimmer mit Holzofen und Heizkörper, beides gut und notwendig. Möchte Ronny in Vina del Mar heimsuchen. Abklärung des Versandes der Africa Twin im März / April 2026 nach Nordamerika. Abstellen des Bikes von Dezember bis März in seinem Haus, …

Ronny schlägt eine Tagesausfahrt vor, bleibe einen Tag länger. Über Illapel, Ovalle, La Serena in den Norden. Loco – Concholepas – Schnecken bei Tio Henan in Punta del Choros. „Desierto florido“ in der Gegend um Vallenar ist angesagt. Gebe mir das seltene Naturschauspiel der blühenden Atacama Wüste. Die riesigen Sanddünen sind in einem Blütenmeer – die unterschiedlichen Eindrücke sind eklatant.

Von Copiapo die Küste entlang nach Antofagasta. Möchte nach Bolivien. Die Situation mit dem Benzin hat sich mittlerweile wieder angespannt. Bei der Ausfahrt aus Antofagasta ein Parkplatz mit „angeschlossener Mülldeponie“, finde einen gut erhalten vier Liter Ölkanister. Volltanken bei der letzten Tankstelle, inklusive Kanister.

Mina Escondida quer durch die Atacama, vorbei an der Einfahrt zum Paso Socompa nach Calama.

In Ollagüe gibt es in einer Hospedaje Benzin, mit vollem Tank nach Bolivien. Kaufe entlang der Strecke in einigen Häusern Benzin in „Cola“ Flaschen. War erst im April in Uyuni, am Salzsee war, wie zu dieser Jahreszeit üblich, Wasser. Bin einige Kilometer darauf gefahren, war aber kein Vergnügen.
Jetzt ist der Salar, bis auf die Einfahrt, im Großen und Ganzen trocken, genieße es wieder einmal.

Über Tupiza in Richtung Tarija. Bekomme entlang der Strecke sogar an einer abgelegenen Tankstelle Benzin! Bin geflasht. Wird übrigens das letzte Mal auf dieser Reise in Bolivien sein.
Im Hotel La Pasarela. Frederic und Familie – coming home. Komme immer wieder sehr gerne, fahre ungern weiter. Frederic hat einen 20 Liter Kanister besorgt, ohne Benzin. Den wollte er an einer Tankstelle vollmachen – nix geht. Benzinkanister werden nicht betankt! Dafür braucht es eine Genehmigung. Die holt er ein, dazu Besuch auf einem Amt. Antrag stellen. Einladung zum Gespräch bei der Behörde. Er geht hin, das Auto gehört seiner Frau, das geht gar nicht, sie muss vorstellig werden. Mit WhatsApp Video versuchen sie den Prozess abzukürzen. Etliche Diskussionen später: Er bekommt die Genehmigung! An einer einzigen Tankstelle in der Stadt, Time slot eine Stunde. No comment … So komme ich zu einem vollgefüllten 20 Lier Benzinkanister.

Nächste Ziel: Santa Cruz de la Sierra.
Auf dem Weg: Sucre, und La Higuera. Bis zu vier Kilometer Schlangen an den Tankstellen. Diesel gibt es schon seit einem Jahr kaum, jetzt auch kein Benzin. Versuche es bei Häusern entlang und abseits der Strecke. Gelingt mir nur in ganz wenigen Fällen, meist kaufe ich die letzten Liter. Im Casa del Telegrafista werde ich von Oda gut untergebracht und mit tollem Abendessen und Frühstück verwöhnt. Bin der einzige Gast, genieße die Ruhe.

Santa Cruz de la Sierra –  Treffen mit Gerhard – Fixpunkt! Gespräche über alles was so läuft, seine Pläne, Bauten, Projekte, meine Reisen.
Service für die Honda bei BMW Andar, Ovidio hat alles eingefädelt. Normalerweise bekomme ich hier auch meinen Tank aufgefüllt – dieses Mal nicht. Ovidio hat sogar die Tankinhalte seiner Motorräder geleert und das Auto seiner Frau damit betankt! Gerhard besorgt Benzin auf dem Schwarzmarkt. Von überall im Land die Info: Kein Benzin.
Entscheidung – notwendig: Über Corumba nach Brasilien ausreisen.
Entlang der Strecke endlose Schlangen an den Tankstellen. Rede mit einigen Leuten, die warten schon seit Wochen auf Diesel oder Benzin. Aber morgen soll es welches geben …
Luxushotel am Plaza in San Jose de Chiquitos. Das Hotel hatte ich mit dem Eigentümer vor etlichen Jahren noch während der Bauzeit besichtigt – Ist nett geworden..
Mit Pater Hubert damals „einige Liter Fanta“ geplaudert. Der ist leider vor drei Jahren verstorben.

Komme mit den letzten Litern Treibstoff über die Grenze nach Brasilien. Gerhard, der Vater von Gerhard in Santa Cruz, ist im Juli verstorben, hatte ihn noch im Mai besucht. Seine Söhne haben mich eingeladen sie wieder in Ihrem Haus in Campo Grande zu besuchen, darf bei ihnen wohnen, was ich sehr gerne mache! Gemeinsame Abend- und Mittagessen. Freue mich, dass sich mit den Kindern eine so gute Beziehung ergeben hat.
Wollte ursprünglich in Bolivien über das Beni in den Norden nach Brasilien und weiter Peru. Mache jetzt einen größeren Bogen auf der brasilianischen Seite. Über endlose Felder, Baumwolle, Chania, Soja, … hunderte Kilometer Feldwege, erleide unterwegs einen heftigen Unfall:

Unfallort:   Pantanal Palace Hotel in Alto Taquari.

Hergang:  Dusche, nasse Füße.
Noch selten hat es mich sooo hingeschleudert! Beine waagrecht in die Luft, dann bergab, „zum Glück“ mit dem Rücken an der Klomuschel abgebremst. Mitten auf die Wirbelsäule, … weiß gleich gar nicht, ob ich überhaupt je wieder aufstehen kann!?

Die nächsten zehn Tage: Laute Schreie in den Helm, bei jeder Bodenwelle. Vermeide „Feldwege“, bevorzuge Asphalt. Letztendlich sind die Schmerzen beim Fahren nach zehn Tagen überstanden. Dafür beim Schlafen! Wache nach drei Stunden Schlaf mit heftigen Schmerzen auf, halbe Stunde Bewegung, weiterschlafen und  … zieht sich so ein Monat dahin.
Soooo peinlich.

In Porto Velho treffe ich Antonio wieder. Er hat mir vor einem Jahr mit den undichten Gabeldichtungen geholfen. Die sind seitdem noch immer dicht. Jetzt wird der Vorderreifen getauscht, alles andere passt – noch.

Von den brasilianischen Feldern nach Peru. An der Grenze in Assis Brasil „ziemlich leichter Regen“. Zum Glück beginnt der so circa zwanzig Meter vor der Grenzstation – es schüttet aus dem Vollen, und das gleich! Erledige die Grenzformalitäten auf brasilianischer Seite, warte das Ende des Regenschwalls ab. Zwei Stunden später – leichtes Nieseln. Fahre die paar Kilometer zur peruanischen Grenzkontrolle. Die geht dieses Mal unglaublich schnell, bin anderes gewohnt. Nach einigen Minuten die Migracion und auch die Aduana in weniger als fünfzehn Minuten. Muss, oder besser gesagt „Will“, nach Puerto Maldonado. Hotels an der Grenze und unterwegs: Eher weniger bis nicht. Dauert seine Zeit und komme nach Einbruch der Dunkelheit an. Gaaanz viele Fahrzeuge ohne Beleuchtung in der stockfinsteren Nacht unterwegs – keine echte Gaude, aber angekommen.

 

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