Dezember 2025
Es sind noch circa drei Wochen bis zu meinem Heimflug, und dem Ende der Tour. Einige Tage in San Juan, Asados, …
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Bin in den Anden schon fast alle Pässe gefahren, lediglich im Süden kenne ich einige Passstraßen noch nicht. War auch schon ziemlich oft an der Carretera Austral, bin aber, bis auf einmal, immer wieder umgekehrt – mir sind es einfach zu viele Leute, viel zu viel Verkehr. Einen Versuch abseits der Hauptroute ist es aber wert.
Über den Paso Pehuence nach Chile. Weiter im Süden wurde der Pichachen von Antuco nach Chos Malal – für mich, und auch für meine Motorradfreunde – neu „in das Programm“ aufgenommen. Seeehr sehenswert. Auf Nachfrage erhalte ich die Antwort, dass die Grenzstelle schon einige Jahre existiert. Der Vorteil: Fast kein Verkehr, auch weiter nach Zapala nix los. 250 Kilometer „ripio“ in gutem Zustand, nur wenige tiefere Sandpassagen. Die Ruta 40 in Richtung Bariloche, kurz nach Zapala eine Abzweigung in Richtung Berge, hatte ich offenbar in der Vergangenheit übersehen. Werden letztendlich einige tolle Tage, wunderschöne Landschaften, Passstraßen, wenig Leute. Paso Tromen nach Pucon, ab da sehr touristisch, jetzt nocht sooo mein Fall, aber Vulkan Llanin, Vulkan Villarica und Lago Villarica sind Highlights, da kann ich das gut ertragen.
Mit der Fähre zum Paso Hua Hum nach San Martin de los Andes. Buche ein günstiges, sehr nettes Hotel. Gehe durch die Anlage, einige Leute im Pool, im Freien, ich mit Daunenjacke. Komme im ziemlich frischen San Martin zu einem Bad im geheizten Pool im Freien.
Bariloche ist für mich im Prinzip kein Ort „zum Ankommen“, habe aber ein Apartment außerhalb gefunden, direkt am See, ruhig mit einmaligem Ausblick, und bleibe einige Tage. Die zwei Monate „on Tour“ zehren schon ein wenig, Erholung gefragt. Nutze einen Tag zu einem Ausflug zum Cerro Tronador. Hätte ich mir sparen können. Schon bei der Zufahrt „Eintrittsgebühr“ am Schranken. Nur über Internet buchbar, hier werden sie geholfen. Hätte ich
- nie gefunden.
- nie selber gebucht.
50 Kilometer Waschbrett, am Ende ein riesiger Parkplatz mit „Blick auf den hängenden Gletscher“. Zum Glück ist nicht Saison und nur drei, vier Autos, möchte nicht in der Hochsaison hier ankommen. Die 50 Kilometer Waschbrett zurück – ist ja eine Stichstraße.
Verbringe die restlichen Tage mit mehr oder weniger Nixtun. Ladekabel mit Datentransfer kaufen, übrigens eine Odyssee. Laden: Siii. Datentransfer zB. für CarPlay in den meisten Fällen nicht. Muss jedes Kabel, das ich kaufe vorher ausprobieren, probiere etliche. Sogar im Apple Shop haben sie keines, aber einen guten Tipp – und da werde ich tatsächlich fündig. Habe einen Verbrauch von Kabeln, denke durch die mechanischen Beanspruchungen beim Fahren.
Reifen gäbe es erst wieder in Puerto Natales, ganz im Süden, so weit möchte ich gar nicht. „The Doctor“ hat noch einen passenden, Preis o.k.
Wäsche für die Honda nicht ganz easy, etliche Versuche: Manana, und vielleicht … Finde eine Lavadero, ausschließlich für Autos, der macht eine Ausnahme und eine perfekte Wäsche. Kaffee und Apfelkuchen im Hotel Llao Llao – 5 Estrella, Luxusabsteige, Weihnachtsdeko, Weihnachtsmusik, Schweizer Stil. Muss man mögen … , ist fast wie zu Hause.
Über Esquel, El Bolson, Trevelin nach Chile, Futaleufu, Palena und über den Pass Carrenleufu zurück nach Argentinien. Der Paso Rio Frias / Cisnes als nächstes. In maps.me gibt es eine direkte Verbindung von der Ruta 40 zur Grenze. In Google maps nicht. Auf der „Satellit Einstellung“ sieht man einen Weg, mit riesigem Flughafen im Nirgendwo. Die Schotterstraße bis zur Abzweigung geht mit 100 – 120 kmh. Die Abzweigung etwas weniger. Etliche Gatter, aber zum Öffnen und nicht versperrt. Komme bis zum Flughafen, da wird auch noch gebaut. Ist im Nirgends, ein riesiges Flugfeld, keine Graspiste, Asphalt! Frage mich durch. Die Strecke geht etwas weiter nördlich, müsste daran vorbeigefahren sein. Das Ganze ist Privatgrund …
Suche die Weg, der besser gesagt den Rest, der endet irgendwo ebenfalls im Nichts, weggespült. Zurück zur Strecke in Google.maps, viele Gatter später.
Auf dem Weg zur Grenze der Ort Aldea Apeleg, lass ich links liegen. Die Schotterstraße wird zum Feldweg. Kurz vor der Grenze ein Gendarmerieposten, das ist in manchen Fällen die Zollstation, hier nicht. Der Gendarm ist sehr nett, freut sich jemanden zu treffen: Die Migracion ist in Apeleg. Viele Kilometer Feldweg zurück. Die Grenzstelle ist auch hier als „Gendarmerieposten“ verkleidet. Die Abfertigung nimmt einige Zeit in Anspruch – die Formulare und Stempel müssen erst mühsam gesucht und gefunden werden. Einige Versuche scheitern, letztendlich erhalte ich meine Ausreisebestätigung und die Zollpapiere, etwas anders als bisher / gewohnt?!?
PS.: Sind auch nicht die Richtigen. Erhalte die Fahrzeugdokumente für Fahrzeuge aus den Ländern Südamerikas, diese gelten im Prinzip nicht für Fahrzeuge von ausserhalb (Siehe dazu meine Erfahrungen einige Tage später).
Zurück in Richtung Grenze, komme auch an der Abzweigung vorbei, die zum Flughafen im Nirgendwo führt, mit Hinweistafel und „105 Kilometer“ Angabe. Die Straße ist aber auch hier völlig verfallen. Bedanke mich im Vorbeifahren beim Gendarmen, frage nach der genauen Route. Die Staatsgrenze Chile ist dann aber nicht zu übersehen, vom Feldweg zum Schotterwerk, 20 bis 30 cm Schotter auf der Straße, und das vom groben, und lose. Sind etliche Kilometer bis zur Grenzstation in Chile, eine unerwartete Herausforderung. Die Spuren im Schotter sind von den Baumaschinen, sehe keine anderen. Google meint: 1h 10 Minuten – die brauche ich für die 21 Kilometer dann auch.
Grenzstelle. Mit Gendarmen besetzt. Der macht alles: Migracion, Aduana und SAG. Auch hier müssen die richtigen Formulare erst gefunden werden. Seine Kollegen machen sich unterdessen auf den Weg. Frage was so zu tun ist den ganzen Tag, Monat: Die Grenze vor Illegalen sichern!? Hmm, die Grenze Chile / Argentinien ist so an die 5.000 Kilometer, wäre interessant wie sie die schützen wollen …
Meine Grenzformalitäten ziehen sich etwas. Der überaus nette Gendarm bietet mir einen, ziemlich abgewetzten, Fauteuil zum Sitzen an. Er stellt Fragen zu den Dokumenten, ich stehe auf, er meint ich solle sitzen bleiben. Die Prozedur zieht sich über zwei Stunden. Bin der Einzige, und das wahrscheinlich seit Wochen. Denke, dass ich eine gelungene Abwechselung für die sonst vereinsamte Grenzstelle bin. Herzliche Verabschiedung, gute Wünsche. Die Abfahrt in Richtung Carretera Austral ist grün, Seen, Wiesen, Wälder. Die argentinische Seite: Patagonische Wüste.
Erreiche die Carretera Austral, nicht sooo meine Sache. Viel Verkehr, sowohl LKWs als auch Camper. Nehme gleich die nächste Abfahrt in Richtung argentinische Grenze, dieses Mal: Coyhaique Alto. Asphalt auf chilenischer, Schotter auf argentinischer Seite. Kein Verkehr, keine Leute – wieder Genuss vom Feinen. Ferienwohnung in Perito Moreno. Der Vermieter fragt betreffend meiner Pläne und ob ich die „Cuevas de las Manos“ besuche. Als Banause sagt mir das einmal gar nix!? Ich möchte viel lieber von ihm wissen, wo es eine Gomeria (Reifenschuster gibt) im Reifen steckt eine Schraube, der Kopf schaut raus. Es ist Sonntag abends, fahre mehrere Adressen an, bei einer bin ich erfolgreich. Der Reifenschuster bereitet sich auf die Aktion vor (Streifen zum Kleben, Ahle, …). Als er die Schraube rausdreht können wir feststellen, dass sie nicht durchgegangen ist. Keine Reparatur notwendig – er bekommt ein Entgelt für Kaffee, oder so. Mache mich schlau wegen der Cuevas de las Manos, die sind wirklich was Besonderes, sehr bekannt und sehenswert. Verlängere meinen Aufenthalt und besuche die Cuevas. 12.000 Jahre alte Handabdrücke an Felswänden. Geführte Tour, Stege, Geländer, Podeste, … und: Ich mache wirklich mit! Ist sehr interessant, habe aber in Peru abseits der Wege etliche Felsmalereien, tausende Jahre alt, ohne Kartenbüro, Guide, Holzstege, Geländer aufgefunden …
Im Zick Zack weiter, der nächste Pass: Paso Ingeniero Pallavecini. Von Argentinien aus durch die Wüste in Richtung Chile, unterhalb der Lago Buenos Aires – traumhaft. Wie schon die anderen Pässe, niemand unterwegs. Die „Behandlungen“ an den Grenzstellen könnten kaum unterschiedlicher sein. Äußerst freundlich, hilfsbereit auf der argentinischen Seite. Ich soll Fotos von dem abgestempelten temporären Genehmigung für das Motorrad machen, damit ich sie auf der chilenischen Seite auf Nachfrage vorzeigen kann. Herzliche Verabschiedung.
Puerto Ingeniero Ibanez, Chile. Finde nach längerem Suchen das Büro der Grenzstelle. Es beginnt mit einer netten Begrüßung. Die Migracion ist im ganzen Ablauf nicht ganz einfach – also von mir aus schon, nicht von Seiten des Beamten. Findet zunächst den Stempel nicht, … Letztendlich (oder vorläufig) Einreisestempel im Reisepass.
Danach wird es kompliziert:
Die Aduana macht der selbe Beamte wie die Migracion. Er hat möglicherweise vergessen, was er vor einigen Minuten gefragt, geprüft und genehmigt hat. Alles noch einmal:
- Woher ich komme
- Wer der Besitzer des Motorrades ist
- Welches Land hat die Motorradgenehmigung erteilt
- Wo ist das Dokument für das Motorrad
Alles das war bereits Gegenstand von ihm bei der Abhandlung der Migracion.
Neu kommt nun: Zolldokument aus Argentinien?!? Das habe ich – natürlich – nicht.
Die Einreise mit dem Motorrad wird mir daraufhin verweigert: Ich soll das Zolldokument, welches ich in Argentinien erhalten hätte, vorweisen. Ich zeige ihm das Foto, das die Ausreise aus Argentinien bestätigt. Das genügt ihm nicht, er möchte das Dokument, welches ich bei der Ausreise erhalten habe / hätte. Ist nicht. Er ruft seinen Vorgesetzten, gleiche Fragen, zeige auch ihm das Foto. Ergebnis: Keine Einreise ohne das Dokument von argentinischer Seite! Dreht sich um, will abgehen.
Kenne mittlerweile die Formalitäten in diesen Ländern ganz gut, oft geübt. Die beiden suchen die Zolldokumente für Fahrzeuge aus Ländern in der Zollunion. Österreich ist nicht Teil dieser Union – irgendwie verständlich, vielleicht irgendwann?! Mein Spanisch ist sicher nicht perfekt, aber er sollte meine Antworten verstanden haben, der Reisepass, der Zulassungsschein und das Foto des argentinischen Permits sind aber auch ohne Erklärungen eindeutig. Jetzt noch einmal das Ganze in meinem Spanisch. Das versteht der Chef dann doch. Ahhh! International! Siii! Die Suche in den Schreibtischladen nach dem richtigen Formular, er wird fündig! Denke er / wir benutzen gerade die erste Seite des Blocks. Er entschuldigt sich für seine bisherige Amtshandlung und wir, also sein Mitarbeiter, beginnt mit der Abwicklung für den temporären Import der Africa Twin. Es ist vorgesehen, dass der Antragsteller das Formular ausfüllt, die Behörde stempelt und unterfertigt. Hier macht das der Beamte, o.k. aber dann richtig. Er überträgt mein Kennzeichen vom Zulassungsschein falsch in das Formular. Warte bis er fertig ist, dann machen wir, also er, ein Neues. Dauert etwas, ist aber den Beteiligten eher peinlich.
Die Kontrolle bei der SAG, Einfuhr von Agrarprodukten, dann wieder komplett anders, freundlich, hilfsbereit. Die elektronische „Declaracion Jurada“ funktoniert auf den Mobiltelefonen – zumindest iPhone, oft erprobt – so gut wie gar nicht, die Papierform haben sie nicht. Er macht es ohne weitere Fragen auf seinem Computer für mich. So geht Bürokratie, es liegt, wie überall, an den Menschen.
Catedral del Marmol – Marmorhöhlen im Lago Gral Carrera / Buenos Aires.
No comment, aber: Ich war da!
Über Chile Chico zurück nach Argentinien.
Alles in Allem – Eine erfolgreiche und lohnenswerte Zeit geht zu Ende. Natürlich fehlt der Paso Fronterizo Mayer, der Übergang von Villa O’Higgins nach Argentinien. Allerdings wurde über den Fluss noch nie eine Möglichkeit zur Überquerung geschaffen (Brücke, Furt, …). Mutige Radfahrer schultern die Fahrräder und durchwandern im Sommer den hüfthohen Fluss. LKWs oder Unimogs können einige Stellen zum Queren nutzen. Ist weniger als ein Kilometer, aber einfach zu tief für PKWS, Pick-Ups und eben Motorräder. Eine „Überfahrt“ mit Hilfe eines gemieteten LKW oder Unimog zählt für mich nicht als „Überquerung“, daher belasse ich es so wie es ist.
Quer durch die Patagonien nach Comodoro Rivadavia. Reifenwechsel und Service für die Africa Twin. Habe einen Termin bei einer konzessionierten Honda Werkstätte vereinbart. Kontakt über WhatsApp, schnelle, präzise Antworten, bin gespannt. AirBnB in einem Apartment direkt am Atlantik. Die Fahrt vom Westen Argentiniens an den Atlantik, viel Gegend, noch mehr Ölpumpen, wenig Aufregendes.
Professionelle Abwicklung in der Werkstätte. Der Verkaufsleiter nimmt sich meiner Themen an. Er fährt selber eine Africa Twin, meine Probleme mit dem Bike machen ihn neugierig, er geht jedem Punkt nach.
Das Problem mit der Benzinpumpe findet er in den Rückholaktionen. Für die Modelle meines Baujahrs – 2021 – gibt es eine detaillierte Beschreibung die haargenau die Probleme beschreiben, die ich hatte. Ursache: Schweißnähte im Tank wurden – unzureichend – nachbearbeitet. Das Benzin löst aus den Resten Zink, das verunreinigt das Benzin und verlegt die Filter und Benzinpumpe. Abhilfe: Rückholaktion für alle Motorräder dieser Jahrgänge.
Die Probleme mit dem DCT findet er nicht in den Rückholaktionen, sehr wohl in den Beschwerden von Kunden.
Schlechter Windschutz: Bekannt.
Pendeln des Vorderrades: Ist ihm neu.
Er verständigt den Generalimporteur in Buenos Aires, ob sie die Rückholaktion bei meinem Motorrad machen können. Honda hat die eigenartige Festlegung, dass nur die jeweiligen, im Land verkauften, Motorräder in den Listen geführt werden. Wenn ich zurück denke an meine BMWs, musste nicht einmal darauf hinweisen, dass es eine Rückholaktion gibt. Die Arbeiten wurden weltweit im Zuge von Servicearbeiten erledigt. Leider gibt es vom Honda Buenos Aires während meines Aufenthaltes in Rivadavia keine Rückmeldung … no comment.
Es wird langsam Sommer. Miete ein Apartment am Meer in Las Grutas. Ist ein anderes Beach Feeling als in Europa …
Wieder quer durch Patagonien, viel Gegend, Wüste, … nach Bariloche.
Nito und Mabel sind auf Tour durch Chile und Argentinien. Habe mit ihnen vereinbart, dass wir gemeinsam zurück nach San Juan fahren. Treffpunkt Bariloche. Miete mich wieder einige Tage in dem Apartment direkt am See Nahuel Huapi ein. Die Beiden sind von der Tour schon ziemlich geschlaucht, kaum Aktivitäten außer Kaffee und Kuchen im Llao Llao, einige Besichtigungen rund um Bariloche. Das „High light“, Besuch der Colonia Szuissa, fällt wie erwartet aus – kein Kommentar.
Gemütliche, angenehme Rückfahrt über Chile. Nette Stops zb. in Valdivia. Die Seelöwen liegen auf den Plätzen und Gehsteigen einfach so rum. In Santiago besuchen wir Ricardo, ein Freund Nitos aus Volleyball Zeiten. Abendessen und Unterkunft im Luxus. Er wohnt äußerst feudal über Santiago, mit riesigen Pool, Dachterrasse, Beach Volleyball Platz und vielen anderen Annehmlichkeiten. Über den Paso Libertador, Uspallata Mendoza zurück nach San Juan.
Die neue Kette macht im Bereich des Kettenschlosses ein Knick. Daniel schneidet das Schloss mit der Flex auf, ist innen verrostet. Ein neues Schloss haben wir zwar nicht, aber das Problem erörtert. Die Suche nach einem passenden Schloss verläuft ergebnislos, Abhilfe: Neue Kette mit Schloss. Damit endet meine Tour, dieses Mal für längere Zeit. Die Honda soll im Frühjahr nach Nordamerika verschifft werden. Über den Paso Libertador zurück nach Chile zu Ronny. Auf der Strecke von Mendoza nach Potrerillos sind immer Polizeikontrollen, so auch dieses Mal, grüße die Polizisten durch Handheben, Gruß zurück. 20 Kilometer weiter werde ich von einem Polizisten auf einem Motorrad mit Blaulicht gestoppt. Er war einer von der Kontrolle. Ist mir nachgefahren, beschuldigt mich des Überfahrens der Sperrlinie. Nimmt meinen Führerschein und meint den könne ich morgen in der Polizeistation in Mendoza abholen, Strafe versteht sich von selbst. Beginne mit ihm zu verhandeln, letztendlich ist das Ganze eine Abzocke von korrupten Polizisten. Die Strafe ist 30,- Euro, biete im an die 30,- Euro direkt hier an ihn zu zahlen. Er meint, dass sei viel zu wenig, schließlich sind sie zu dritt! Ich überlege kurz, ob ich nicht sein Angebot mit der Polizeistation in Mendoza annehmen soll, schließlich hat er nur meinen kopierten Führerschein und weiß es gar nicht. Ich würde in vier Stunden über die Grenze nach Chile ausreisen. Verwerfe den Gedanke und einige mich mit ihm auf 100,- Euro. Es war das erste Mal in Argentinien, dass ich mit Korruption konfrontiert wurde, noch dazu unverschämt. Am letzten Reisetag, nach so vielen Jahren auf Reisen in Argentinien ist es für mich ein besonders negatives Erlebnis, vor allem, weil ich Land und Leute unglaublich wertschätze. Enttäuschung pur, schade. Es geht mir nicht um die 100,- Euro, die sind voll in Ordnung, überschreite Verkehrsregeln andauernd. Es ist das korrupte Verhalten. Auf er anderen Seite komme ich dadurch zeitgerecht nach Chile, zum Einlagern der Africa Twin bei Ronny und meinen Flügen.
Abschlußtour mit Ronny in den Bergen rund um Vina und Santiago.
Flüge von Santiago über Buenos Aires nach Frankfurt – Alles im Plan.
AUA Flug Frankfurt – Wien: Das Gate wechselt im fünfzehn Minuten Takt. Der Flieger ist mit 50 Personen überbucht. Die Mitarbeiter von Lufthansa am Gate wissen nicht, wer einen Platz hat und wer nicht. Sie sind ungehalten, weil die Wartenden wissen wollen, wie es mit ihnen weiter geht. Letztendlich fällt die Entscheidung am Schranken beim Boarding! Entweder grünes Licht und der geht Schranken auf. Oder „Rot“ und Ablehnung – anderer Flug.
Frage mich wie weit wir in Europa, Deutschland gekommen sind …
Übrigens: Ist bei mir „grün“, auch ohne vorangehendes Nachfragen.

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