Schnell nach Lima

Die Route: August 2017

Bilder der Tour

Im Pantanal – 8.10.2017

20.9.2017

11.9.2017

Auf Schuß bringen

Nach dem Highsider in Bolivien war Ersatzteilbeschaffung angesagt, ein Tag bei BMW – letzte Informationen zur GS einholen. Weil die Andenübergänge im Juni wegen Schnee gesperrt waren sind wir nicht wie geplant über Argentinien nach Bolivien eingereist, sondern über Ollagüe, die temporäre Einfuhrgenehmigung für das Bike ist dadurch nur für 90 Tage. Mit Geri und Ernst noch zum Strandcafe, Spare Rips – ich sollte doch sieben Kilo zulegen, bis dato sind es aber erst vier … Am Abend bringt mich Sigrid zum Flughafen, inniger Abschied für die nächsten Monate. Flug über Madrid nach Lima. Ich habe für den Zoll die notwendigen Rechnungen der Teile und gehe zum roten Korridor. „Muss ich das verzollen?“ gleichzeitig erwähne ich, dass die Teile für mein Motorrad in Bolivien sind – der Zöllner: „Hast Du ein Ticket für Bolivien?“, zeige ihm das Ticket für den nächsten Tag und: Passe! Muss mich nicht einmal in der langen Schlange vor dem Scanner beim grünen Korridor anstellen, sondern bin schnell durch – das ging easy!
Ich lasse trotzdem die Teile im meiner Bleibe in Lima, komme nächste Woche zurück zu BMW, wo ich bereits einen Termin für das Service, die Rückrufaktion wegen der Federgabel, die undichten vorderen Stoßdämpfer, … habe – eine sehr gute Entscheidung! In Bolivien werde ich nicht nur bei der Einreise in Santa Cruz sondern auch noch in bei der Zwischenlandung in Cochabamba kontrolliert. Auf Nachfrage warum? meint der Zöllner nur, dass im Flieger auch US Bürger sind und die „besonders gecheckt“ werden, daher müssen alle durch den Zoll!!! Das ist mir bereits in Santa Cruz aufgefallen, die Amerikaner wurden separiert und einer speziellen Prüfung unterzogen, so auch hier … Ging bei mir sehr schnell und problemlos.
Der Flieger kommt früher als geplant in Tarija an, ich treffe Frederic gleich auf dem Parkplatz, herzliche Umarmung und wir fahren gleich auf dem Weg ins Hotel zur Versicherungsagentur wegen der „necesita Seguro“ für Südamerika – Alles vorbereitet, Espresso in der Stadt, Martin kommt vorbei, wir holen Esperanza von der Schule ab. Nächster Halt bei Chaime, in seinem Lager ist die BMW geparkt, Batterie angeschlossen, der Motor läuft auf den ersten Drücker!
Der „kurze Abstecher“ nach Lima sind an die 3.000 Kilometer.

Am nächsten Tag bis Oruro, dann weiter Richtung Titicacasee. Von Frederic kommt die Info, dass die Straße von La Paz nach Copacabana von Demonstranten gesperrt wurde, ich fahre großräumig an El Alto und La Paz vorbei und nehme den anderen Grenzübergang. In Desaguadero ist eine lange Schlange bei der Migration, cirka in der Hälfte ein amerikanisches Pärchen, sie sind auf einer Kawasaki unterwegs Richtung Ushuaia. Obwohl sie früher durch die Passkontrolle sind treffe ich sie beim der Zoll wieder, sie haben bereits eine längere Prodzedur hinter sich, müssen Fotokopien anfertigen lassen. Während wir uns noch unterhalten ist meine Abfertigung bereits erledigt … Auf peruanischer Seite gehts es sehr schnell, lediglich die Zöllner sind beim Mittagessen. Während ich warte kommt ein europäisch aussehender Mann dazu, er ist seit sieben Jahren in La Paz als Lehrer. Kennst du Walter Schmidt und Gerd Frank? Kennt er natürlich, Anja, die Tochter von Gerd hat bei ihm das Abitur gemacht… in La Paz wohnen über zwei Millionen Menschen.

Weiter bis Moquegua, bis an die 5.000 Meter hinauf, es ziemlich kalt und ich bekomme seit langem wieder Probleme mit der Höhe – ziemliche Probleme, mit allem was man sich vorstellen kann … Über die Küstenstrasse weiter nach Lima, in Nazca mache ich Bilder von den berühmten Nazcalinien – von der Straße aus, das mit dem Flieger spare ich mir. Etwas weiter wieder einer der „ganz normalen Vorfälle“ in Peru: Ein LKW liegt im Graben, die Leute aus der Umgebung sind bereits am „Ausweiden“ des Wracks. Die Fliesen sind teilweise schon schön aufgestapelt und werden an Vorbeifahrende vekauft, andere sind mit den vollen Schubkarren unterwegs nach Hause. In Lomas Beach finde ich ein tolles Hotel direkt am Meer. Nach vier Tagen komme ich problemlos in Lima an. Der Servicetermin bei BMW ist erst in drei Tagen, fahre trotzdem vorbei und: Sie haben auch jetzt Zeit. Ersatzteile habe ich mit, nach sieben Stunden Arbeit ist mein Zweirad wieder vollkommen hergestellt, sieht aus wie neu! Lediglich der Verkehr zurück zur Unterkunft hat es in sich, ich brauche zwei Stunden für die 13 Kilometer. Am nächsten Tag treffe ich Marco und Caroline, wir gehen bei der besten Adresse der Stadt, El Mercado, Ceviche essen – das ist was vom Feinsten! Vielen Dank an die beiden und ihrer lieben Tochter für einen sehr netten Tag in Lima.
Von Frederic habe ich mittlerweile Nachrichten über seine Kontakte zu Hotels, verstreut in ganz Bolivien, dass die Bedingungen im Regenwald Boliviens, Perus und Brasilien heuer äußerst gut sind => ich plane um, neue Tour:
Regenwald in Peru, Brasilien und Bolivien, weiter über Paraguay nach Foz de Iguazu, eventuell Mato Grosso, … we will see!
Ecuador und Kolumbien werde ich beim nächsten Mal in Angriff nehmen.

 

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