Russland – wenn es wirklich weit geht

Türkei, Iran, Armenien, Georgien, die „Tans“, der Pamir Highway – alles Schnee von gestern. Rückflug aus Bishkek nach Wien, die BMW kommt mit dem LKW nach. Bei BMW Wien habe ich einfachheits halber eine lagernde R1250GS Adventure gekauft – noch dazu in meiner Lieblingsfarbe: Kalamata = Olive! Zum Einfahren Karl im Salzkammergut besucht, 1.000 Kilometerservice und am 21. Juli 2019 Start Richtung baltische Länder.

Man kann jeweils nur ein Fahrzeug in die russische Zollzone einführen, Kirgisistan ist Teil dieser Zollunion?! Sollte der Transport der alten BMW schnell genug erfolgen würde ich über Russland in die Mongolei fahren – sonst: Skandinavien. Nachricht von Sambor, der meinen Transport durchführt: Meine BMW wurde bereits aus der russischen Zollzone ausgeführt und ich kann mit dem neuen Bike wieder einreisen: Mongolia – here we come!
Die Route: Über Slowakei,  Polen, Litauen, Lettland nach Russland bis Nowosibirsk.
Halt in Krakau, Vilnius. In Lettland an der Grenze zu Russland treffe ich Jean-Yves, hatte ihn mit seinen drei Begleitern in Usbekistan getroffen, sie waren gemeinsam in die Mongolei gereist, dort hatten sie sich getrennt. Während die anderen Drei mit der Bahn von Irkutsk nach Moskau fuhren, nahm Jean-Yves den Weg durch Russland mit dem Bike, in Rezekne kreuzten sich unsere Wege wieder. Eine weiterer Zufall: Die drei anderen Begleiter traf ich auf der Strecke in Lettland – wieder einmal eine kleine Welt. Grenzübergang nach Russland, der etwas bürokratische Aufwand auf europäischer Seite überrascht mich dann doch etwas: Für einen ausreisenden Europäer etwas unverständlich. Nicht so überraschend die Einreise in Russland. Die Migration geht unheimlich schnell und einfach von statten, beim Zoll eine unglaubliche Prozedur mit warten, Ausfüllen von Formularen, warten. Die Dame im Zollhäuschen ist immer wieder eine halbe Stunde weg. Obwohl ich der Zweite an der Reihe war, bin ich dann einer der Letzten die abgefertigt werden, alle Russen die kommen werden vorgezogen – man kann sich als Land gleich bei der Einreise von der schlechtesten Seite zeigen. Bis Moskau sind einige Kilometer, so um die sechshundert, fast keine Ortschaften, viel Wald. An der Straße werden Waren feil geboten, unter anderem Bärenfelle, Bärenköpfe, ich frage nach wo sie her kommen: „Aus der Gegend“! Nächtigung in Rschew.

Moskau umfahre ich im Norden, mit dem Motorrad kommt man in den riesigen Staus relativ gut voran.
Halt in Nischni Novgorod. In meinen Vorträgen hatte ich immer die Entfernungen, um in Südamerika Reifen zu kaufen, so beschrieben, als „dass man sich in Wien in der Früh von seiner Frau verabschiedet und schnell nach Nischni Novgorod um neue Reifen fährt“. Bleibe zwei Nächte und genieße die Stadt. Die Entfernungen sind in Russland zwar ziemlich groß, die Straßen in der Regel aber sehr gut. Kasan begeistert mich ganz besonders, für mich nach St. Petersburg die schönste Stadt Russlands. Dort treffe ich auch  Yanis, er ist aus Chelyabinsk und möchte in Nischni Novgorod seinen LKW verkaufen. Ich solle ihn doch besuchen, wenn ich in Chelyabinsk bin! Da kommt man ja jederzeit hin …

Von der weltoffenen und boomenden Stadt Kasan nach Perm, mit der konträren Geschichte. Auf der Fahrt nach Perm wieder einmal Regen und … Staus. Lasse mich nicht aufhalten und fahre rechts neben der Straße vor, komme gut voran. Als ich vor einer Baustellenampel wieder einmal auf die Fahrbahn zurück möchte zieht es mir beim Hochfahren auf den Asphalt im Matsch das  Hinterrad zur Seite und das heißt Sturz. War nicht so langsam unterwegs und so schlittere ich auf die Fahrbahn, mitten vor einen LKW. Der ist gerade im Anfahren vor der Ampel und den nerve ich  ziemlich, dass ich da so vor seinem Truck dahinrutsche – genervtes Hupen! aber er bremst dann doch – Empathie ist nicht die russische Stärke. Kann mein Bike relativ schnell aufheben und zur Seite fahren. Nichts kaputt gegangen, nur der Rückspiegel ist locker. Die Elektronik spielt alle Stücke, auf dem Display „läuft ein Blockbuster“, der automatische Notruf ist aktiviert – weiß zwar nicht WEN er da jetzt anrufen will, aber ok. Rückspiegel fest gemacht und weiter. Perm war noch bis in die Anfänge der neunziger Jahre eine „geschlossene Stadt“, besonders bekannt auch für Straflager aus der Zarenzeit bis in die achtziger Jahre. Perm 36, ein Gulag = Besserungsanstalt, wurde erst 1988 geschlossen, viele Dissidenten waren in Perm 36 inhaftiert, heute ein „Museum“.

Perm 36 liegt hundert Kilometer nördlich von Perm, die unvermeidlichen Birkenwälder, das düstere Wetter und die Weite stimmen mich auf den Gulag ein. Nach dem Ankommen die schlechte Nachricht: Heute ist Montag, und montags haben die Museen geschlossen, so auch Perm 36, der Sicherheitsmann lässt nicht mit sich verhandeln, er kann ja schließlich und endlich nur russisch – Tür zu. Ein Holzzaun umschließt das Gelände, ich mache durch die Löcher und über den Zaun Fotos. Der leichte Regen hat aufgehört, es beginnt stark zu regnen. Die Tür zum Gulag geht wieder auf, ein anderer Mann kommt heraus, spricht mich auf Englisch an „Was ich möchte“??? Den Gulag ansehen?! Er meint ich solle reinkommen, die Dame am Ticketschalter fordert mich auf ein Ticket zu kaufen und: Macht mit mir eine Privattour! Ich lerne vom Gefangenenlager mit Holzfällerarbeit bis zum „Besserungslager“ mit Isolationshaft … ! Komme bei teils regnerischem Wetter bis Kungur. Im Hotel eine Schulklasse, die sind gut drauf und wir haben einen ziemlichen Spaß, das Selfie wird eines der besonderen meiner Reise. Bei einem Russen, der mich anspricht stellt sich heraus, dass er viele Jahre für die österreichische Firma Schlacher gearbeitet hat, er kennt Österreich sehr gut und telefonisch lerne ich so seinen Ex-Chef Karl Spurny kennen – wir vereinbaren ein Treffen nach meiner Rückkehr. In Kungur gibt es eine bekannte Eishöhle, eine sehr touristische Angelegenheit, die ich mit viel Langmut meistere. Im Hotel treffe ich eine Schulklasse, wir haben einigen Spaß zusammen – mit sehr gelungenem Selfie!

Bis Ekatarinburg sind es nur einige Stunden, dabei überquere ich dreißig Kilometer vor Ekaterinburg die virtuelle Grenze von Europa nach Asien. Die Kirche auf dem Blut, erbaut an der Stelle an der die letzte Zarenfamilie ermordet wurde. Zum Vysotsky Tower, vom Restaurant im fünfzigsten Stockwerk soll man einen schönen Rundblick über die Stadt haben, soll man, ich nicht! Als ich im obersten Stockwerk ankomme ist die Dame beim Eingang sehr zurückhaltend und deutet mir an, dass kein Einlass ist?! Ich verstehe noch immer kein russisch, eine Frau, die mit mir im Aufzug hochgefahren ist „deutscht“ es mir auf Englisch aus: „Ich könne nicht hinein“ soviel hatte ich auch verstanden. Die beiden unterhalten sich weiter und ich höre „Dress code“. Ok, ich bin mit meinem Motorradgewand da, kostet ca. 1.500.- $, die Schuhe 500.- $, der „Hut“, also der Helm noch mal um die 1.000.-$, also alles in allem 3.000.-$, ich bin nicht sicher, ob alle Gäste des Lokals derartig gut und teuer gekleidet sind. Schmunzle sie noch nett an und meine „Dress code“!?  Erkläre ihr noch auf Deutsch, dass ich keinesfalls unter meinem Niveau absteigen möchte. Die nette Dame aus dem Aufzug verweist auf eine Cafeteria einige Stockwerke tiefer. Die ist dann wirklich nett, guter Service, WiFi, guter Tee und Kuchen und: Super Ausblick! Yanis hat sich wieder gemeldet „wann ich denn nach Chelyabinsk käme“?! Wollte eigentlich über Tjumen nach Omsk, so beschließe ich den Umweg über Chelyabinsk zu nehmen. Nettes Hotel, treffe Yanis, Spaziergang durch die Stadt. Er erzählt, dass kaum Touristen hierher kommen und wenn wir so auf der Straße gehen uns die Leute mit großen Augen anstarren, viele hätten in ihrem Leben noch keinen Fremden gesehen! Wir beraten über das Abendessen. Ich erzähle von meinen Südamerika Reisen, Freundschaften die ich gefunden habe, vor uns die riesige Aufschrift „Asado“, mitten am Platz, Yanis hat es noch nie gesehen! Er kennt Asado nicht, also nichts wie hin. Wir treffen einige Freunde von ihm im Lokal, einer davon, Edgar, setzt sich zu uns dazu, sehr nette Unterhaltung. Auch die Tatsache, dass 2013 ein Meteor über Chelyabinsk niedergegangen ist und etliche Fensterscheiben geborsten sind, kommt auf die Tagesordnung. Kann mich sehr gut erinnern, habe es aber nicht mit Chelyabinsk in Verbindung gebracht. Yanis konnte das Auto in Nischni Novgorod doch nicht verkaufen und hatte den weiten Weg umsonst gemacht. Als es zum Zahlen ging wollte ich als Gegenleistung die Rechnung übernehmen, Edgar hat das energisch ausgeschlossen, ich sei hier Gast und damit eingeladen! Vielen Dank an die Beiden für diese Einladung, weil ich auch weiß, dass das Einkommen hier nicht sonderlich gut ist.

Nächtigung in Kurgan. Ankunft bei heftigen Regen, das Wasser steht knietief auf den Straßen, die junge Dame in der Rezeption macht auf mein freundliches „Hello“ zuerst große Augen, dann schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen – das hat ihr heute noch gefehlt, sie spricht kein Englisch, … na dann, ich spreche kein russisch, also haben wir doch schon einen gemeinsamen Nenner, wir können beide etwas nicht, das mit dem Zimmer klappt dann aber ohne Probleme. Omsk, eine der Haltestellen der Transsibirischen Eisenbahn, das gesamte Stadtzentrum ist abgesperrt, muss großräumig Ausweichen um zu meinem Hotel an der Grenze zum Zentrum zu gelangen. Die Rezeptionistin fragt, ob ich wegen des morgigen Marathons gekommen bin??? Mich freut, dass sie zumindest glaubt ich könnte deshalb da sein. Im Zentrum ist der Bär los, ich genieße in einem Biergarten guten Schaschlik und deutsches Bier, anderes haben sie nicht. Bei der Abfahrt am Morgen treffe ich Alfredo, er ist mit einer Transalp von Italien in die Mongolei unterwegs. Kurzer Plausch. Fahre los, aber nur bis vor den Hoteleingang, dort ist abgesperrt – heute ist Marathon und bis zum Abend ist die gesamte Strecke geschlossen!? Kurzer Rundblick, am Kai der Irtysch geht eine Promenade, ok nur für Fußgänger … so fahre ich die nächsten Kilometer entlang des Flusses, leider geht da auch die Laufstrecke entlang, irgendwann ist die Promenade zu Ende, an allen Straßeneinmündungen stehen Polizisten, die wollen mich nicht durchlassen. An einer Stelle ist nur ein Fußgängerübergang, da steht keiner. Damit bin ich über die Laufstrecke und alles andere ergibt sich von selber.

Hatte die Nacht nicht sonderlich gut geschlafen, kurzer Powernap. An einer Tankstelle treffe ich Alfredo wieder, wir fahren gemeinsam bis Nowosibirsk, hatte schon im Voraus ein Hotel gebucht, auch Alfredo checkt ein und wir verbringen einen netten Abend stilecht in einem Fast Food Restaurant am Ob. Alfredo möchte auf dem schnellsten Weg nach Ulaanbaatar, ich hatte bei Denis für Barnaul einen Hinterreifen, für Schotterstraßen, bestellt. Damit trennen sich unsere Wege auch schon wieder. Abstecher ins Stadtzentrum, zumindest das Opernhaus möchte ich von außen gesehen haben, wahrscheinlich das größte in Russland. In Barnaul hatte ich mich mit Andrey Aksemov, alias Axegringo, im Cafe Freemans verabredet. Cafe, Kuchen, kurzes WhatsApp und so treffe ich Andrej. Mein Reifen liegt bei ihm zu Hause, vorher noch in einem netten Hotel eingecheckt. Bei Andrey wechseln wir gleich den Hinterreifen, er erzählt über seine customized Harley, getunter Motor, Automatikgetriebe! Seine neue Leidenschaft: Ein Moped mit dem er durch unwegsame Regionen in Sibirien fahren möchte. Das Hinterrad ist schnell ausgebaut. Leider hat er keine Presse um den Reifen von der Felge zu  bekommen, zwei kurze Holzpfosten tun es auch. Einer unten, der andere am Angriffspunkt des Reifens und mit dem Hinterrad des Toyota Elektroautos draufgefahren. Klappt wirklich gut!

Von Barnaul über DAS Urlaubsgebiet Russlands, das Altai, Richtung Mongolei. Hatte Yücel Gün auf meiner Reise im Iran in Kandovan kennengelernt, der ist jetzt im Altaisk auf Tour, wir hatten die Absicht uns in Kosch-Agatsch zu treffen. Obwohl wir nur wenige Kilometer auseinander waren gelang uns diese Absicht nicht, da seine Gruppe gerade jetzt drei Tage mitten in den Bergen in einem Camp verbrachte – oft sind auch zehn Kilometer Luftlinie eine unüberbrückbare Hürde. Hatte in Kosch-Agatsch ein Hotel gebucht, die Suite! Der Unterschied zu den anderen Zimmern bestand darin, dass die Suite ein eigenes Bad hatte. Abendessen? Fuhr in die Stadt und frage mich durch, irgendwie verstand ich, dass die „Kafe“ ab 20:00 geschlossen hätten, ok, jetzt war es aber erst 19:30 und sie hatten trotzdem schon geschlossen. An einer Straßenecke deutete mir ein Mann, dass um die Ecke ein gutes Kafe wäre, ich hin, sehe nichts. Aus einem unscheinbaren Haus kommt ein Mann, ich frage wieder. Er dreht sich wortlos um und geht zurück in Haus, kommt zurück und deutet mir hereinzukommen!? Stelle die BMW am Seitenständer ab und gehe rein – ist tatsächlich ein Kafe! Alle Sessel sind schon auf den Tischen … die Hauswirtin fragt mit Unterstützung ihres minderjährigen Enkels was ich essen möchte, die Auswahl ist überschaubar, aber es ernährt.

Da ich wusste, dass es bis Ölgii keine Tankstelle gibt, noch zum Volltanken zu Otan, 95 Oktan! Dann los Richtung Mongolei. Kam nicht ganz so weit, sondern nur etwa fünf Kilometer außerhalb von Kosch-Agatsch, dann Blockbuster auf meinem Display, letztendlich der knappe Hinweis: „Motorfehler, suchen sie eine Werkstatt auf“!? Nicht, dass mich solche Hinweise beunruhigen, gedanklich mehr beschäftigte mich, dass der Motor ausging und sich auch nicht mehr starten ließ. Wenig bis gar kein Verkehr, nix. Das erste Motorengeräusch das ich höre klingt vertraut, BMW? Stoppe zwei russische Biker, aus Moskau, sie sind auch auf dem Weg in die Mongolei. Checken die Anzeige am Display, packen ohne viel zu fragen ihr Werkzeug aus, Batterie ab- und angeklemmt – Hardreset – njet, auf gut russisch. Einen Zündstecker abgesteckt, damit geht gar nichts mehr. Auch noch den anderen probehalber, gleicher Effekt. Die Stecker sind es nicht. Zündkerzen ausgebaut, die sehen auch gut aus. Probiere zu starten und: Der Motor läuft so lange man nicht am Gasdrehgriff dreht. Wir beschließen zu versuchen bis Kosch-Agatsch zurück zufahren, was auch so recht und schlecht gelingt. Der Motor läuft absolut unrund und nur auf Standgas, wir kommen trotzdem bis zu einem Hotel zurück – neben dem, in dem ich meine Nacht verbracht hatte. Sie kennen eine Werkstätte in Bijsk, schlappe fünfhundert Kilometer und sieben Stunden Fahrzeit. Bike Post Alexander organisiert einen Abschleppdienst: 300.- Dollar bis Bijsk. Eigentlich hatte ich trotz aller widrigen Umstände irrsinniges Glück, kaum eine Stunde nach dem Ausfall habe ich eine Option, bin direkt in einem Hotel, Transport, Mechaniker – was soll daran schlimm sein. Die Beiden verabschieden sich und wünschen mir viel Glück. Rufe Bernhard von BMW Wien an, schildere die Situation, auch er ist etwas ratlos. Alexander aus Bijsk schreibt, dass der Transporter um 13:00 losfährt, auch der Transport bestätigt das, schicke beiden meinen Standort. Fasse meinen üblichen Gedankengang: Es ist jetzt 11:30. Was war das Letzte vor dem Ausfall? Tanken!? Fahre etwas aus dem Ort und entledige mich, auf äußerst unsaubere Art, meines Tankinhaltes. Mit der Schüttelpumpe tauche ich bis ganz tief in den Tank um eventuell Wasser, welches sich unten ansammelt, heraus zu bekommen. Mit dem letzten Rest zu einer anderen Tankstelle, gleich in der Nähe. Holpere mit stotterndem Motor, Kino am Display, zurück auf die Straße. Nach einigen Kilometern kann ich etwas Gas geben, der Motor stirbt aber immer wieder ab. Einige Kilometer mehr läuft der Motor stabil unrund, aber er läuft. Die Anzeigen spielen zwar nach wie vor alle Stücke, aber was soll’s. Gedanken: Die Werkstätte in Bijsk ist keine BMW Werkstatt, Diagnosegeräte stehen daher nicht zur Verfügung. Ersatzteile auch nicht. Alexander hatte noch geschrieben, wenn sich das Problem bis 12:30 löst soll ich ihn informieren. Es ist jetzt 12:15. Ich beschließe einfach in die Mongolei zu fahren und storniere den Transport. Bis zum Grenzübergang Taschanta sind es nur siebzig Kilometer, ich bin mir nicht sicher, ob meine Entscheidung richtig war. Das Einfahrtstor beim Grenzübergang ist geschlossen, einige Wartende sagen mir es sei Mittagspause bis zwei Uhr. Nach zehn Minuten geht das Tor dann doch auf und wir dürfen einfahren! Jetzt treffe ich auch meine beiden russischen Freunde wieder, die sind zwei Stunden vor mir losgefahren und noch immer nicht ausgereist!? Erzähle kurz was sich bei mir so getan hat und dass ich versuche so lange zu fahren als es geht. Die Grenzprozedur geht verhältnismäßig schnell, bin nach zwanzig Minuten fertig und verlasse Russland in Richtung Mongolei.

 

4 Kommentare zu “Russland – wenn es wirklich weit geht

  1. Reithner Anton

    Lieber Toni
    Ein toller Bericht,gewaltig beeindruckende Strecke, mit tollen Erlebnissen.

    • Anton Marschall

      Hallo Toni, freue mich schon auf unsere Tour in Südamerika – mit beeindruckenden Landschaften und Menschen!

  2. Hallo lieber Toni danke für deinen wie immer spannend erzählten Bericht. Freue mich wenn wir uns vor deiner Abreise in Wien treffen können. Liebe Grüße aus Madagaskar Stefan

    • Anton Marschall

      Ganz auf meiner Seite! Viele spannende Eindrücke und Erlebnisse in Madagaskar 🇲🇬

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